Alle Kinder sind am Donnerstag wohlbehalten von der 2-Tages-Wanderung auf den Lagerplatz zurückgekehrt. Unsere Gruppenkinder können stolz sein, denn alle haben die anstrengende Wanderung geschafft und sich den anschließenden Schwimmbadbesuch mehr als verdient. Geschwärmt wurde von den Survival-Burgern, die es unterwegs als Verpflegung gab. Ein Survival-Burger besteht aus einer dicken Scheibe Stangensalami, die in einer kleinen Pfanne auf dem Kocher angebraten und mit einem Stück Gouda-Käse überbacken wird. Serviert wird der Burger traditionell zwischen zwei halben Scheiben Brot. Man glaubt nicht wie gut das, gerade nach einer anstrengenden Wanderung, schmeckt.

Am Freitag gab es eine besondere Herausforderung für die Gruppenleiter. Wir spielten zum ersten Mal „Mein Leiter kann…“. Bei diesem Spiel mussten die Kinder die Leistung ihrer Gruppenleiter einschätzen und konnten darauf Bonbons verwetten. Die Gruppenleiter hatten verschiedene Aufgaben zu erfüllen. So mussten sie zum Beispiel einen Maßkrug stemmen, Lagerteilnehmer an den Händen erkennen, 35(!) verschiedene Bäume nennen oder möglichst viele Witze erzählen.

Gegen Abend bereiteten sich die Kinder auf die Nachwachte vor. Es wurde genau erklärt worauf es ankommt und wie sich die Nachtwachen bei einem Überfall verhalten sollen. Das hat dann auch an diesem Abend problemlos funktioniert. Keiner der 12 Überfaller konnte auf dem Lagerplatz etwas anrichten.

Am Samstag gab es nochmal zwei Bastel-Angebote. Die Kinder konnten T-Shirts batiken und verschiedene Dinge aus Leder fertigen. Nachmittags standen noch drei Pfadfinder-Workshops auf dem Programm. Die Themen waren Ökologie, Pfadfinder international und die Geschichte der Pfadfinder von Baden Powell bis zur heutigen DPSG.

Nicht ganz so optimal wie am Freitag lief dann die Nachtwache am Samstag. Während dem Abendessen konnten sich die ersten Überfaller heimlich in die Leiterjurte schleichen um dort einige Kluften und ein Gepäckstück beiseite zu schaffen. Einen Teil der Abspannleinen konnten sie ebenfalls lösen und so mussten wir in dunkler Nacht das Zelt neu verspannen. Später wurden wir noch von einem ehemaligen Vorstandsmitglied im Bienenkostüm überrascht! Er verschoss seine Munition in Form von Knicklichtern und wurde zu guter Letzt geschnappt und konnte noch einen schönen Abend an unserem nicht vorhandenem Lagerfeuer verbringen. Es folgten in dieser Nacht noch weitere Überfaller, die aber dank unserer Nachtwachen keinen größeren Schaden anrichten konnten. Die beiden Gepäckdiebe kapitulierten und wir konnten die gemopsten Kluften und das Gepäck, wenn auch zu einem überhöhten Preis, wieder auslösen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei wirklich allen Überfallern bedanken. Es hat Spaß gemacht und war sicher auch für die Kinder ein schönes Nachtwachenwochenende.

Den für Sonntag geplanten Kochtag konnten wir leider nicht durchführen, weil viele Gerichte über dem offenen Feuer gekocht werden sollten. Und, wie bereits erwähnt, wir dürfen in diesem Jahr leider kein Lagerfeuer auf dem Platz anzünden. Also wurde das Programm geändert und wir fuhren mit den Kindern einen weiteren Tag ins Freibad. Den Kindern kam das natürlich nach einem anstrengenden Wochenende sehr gelegen. Später kam Pfarrer Schüpke noch zu Besuch und wir feierten einen gemeinsamen Gottesdienst zum Thema Heiliger Georg, dem Namenspatron der DPSG.

Heute sind alle bei unserem großen Geländespiel unterwegs. Die Kinder folgen einem mit Wegzeichen markierten Weg und müssen neun bemannte und einige unbemannte Stationen meistern. Ein Bericht folgt in unserem Lager-Blog.