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Die Alterstufen in der DPSG

Im Alter von 8 Jahren können Mädchen und Jungen Wölflinge werden. Im Rahmen der Gruppenstunden können die Wölflinge auf Entdeckung der Umwelt und des eigenen Lebensraums gehen. In unserer Welt, in der das Fernsehen und der Computer vieles beeinflusst, werden Kinder in ihrem Konsumverhalten immer mehr unterstützt. Als Wölfling das Leben zu entdecken heißt aber auszubrechen, neues selbst zu erfahren, ausprobieren und mitzumachen. Dieser Wunsch nach Kreativität soll in der Gemeinschaft gefördert und nach Herzenslust ausgelebt werden. Ein Bestandteil des Wölflingslebens ist das Versprechen. Der Wölfling sollte die Gruppe kennen und sich dort geborgen fühlen. Mit dem Versprechen sagt er offen ja zu seiner Gruppe und nimmt die Regeln, die sie sich stellt, an.

Wichtig für Wölflinge ist es:
hinter die Dinge zu schauen (warum, was, wie?)
Freunde zu finden (jeder ist wer, Fairness)
sich selbst zu finden (was kann ich, was ist meine Meinung)
zu erfahren, daß Gott da ist (Schöpfung)

Mädchen und Jungen können ab dem 11. Lebensjahr Mitglied eines Jungpfadfindertrupps werden. Hier können sie durch Abenteuer lernen, in neue Bereichen ihrer Welt die Dinge zunehmend selbst in die Hand zu nehmen. Im Laufe der Jungpfadfinderstufe macht sich für die Jugendlichen und den Leiter der Übergang von Kindheit zum Erwachsenen immer deutlicher bemerkbar. Der Jungpfadfinder kann im gemeinsamen Handeln der Gruppe lernen sich selbst neu zu finden. Die Gruppe im Hintergrund gibt dabei dem einzelnen den nötigen Rückhalt. Durch Reflektieren finden alle gemeinsam heraus, was gut oder schlecht war und wie sie gemeinsam weitergehen. Nach einiger Zeit im Trupp legt jeder Jungpfadfinder sein Versprechen ab. Hier soll er sich offen dafür entscheiden, eine bestimmte Zeit im Trupp mitzumachen und die anderen anzunehmen, wie sie sind. Die Mitglieder des Trupps tragen sich gegenseitig.

Wichtig in diesem Alter ist:
die Welt immer besser kennenzulernen
die Selbstbestimmung zu erweitern, Normen und Regeln werden in Frage gestellt
neue Orientierungspunkte finden (Idole, Glauben)

Ab dem 15. Lebensjahr können Mädchen und Jungen der Pfadfinderstufe beitreten. Die vorhergehenden Stufen bereiten den Jugendlichen darauf vor, nun zu erfahren, wie mutiger Wirklichkeitssinn sie auf dem Weg zu einer eigenen Meinung und sozialem Engagement voran bringt. Aufbruch und Suche nach dem eigenen „Ich“ kennzeichnen die Situation der Pfadfinder. Dabei erlebt/ zeigt jeder die Suche durch unterschiedliche Gefühle, wie Verletzbarkeit, Unsicherheit, Aggressivität und Geborgenheit. Im Rückhalt des Trupps kann immer wieder in die Zwänge des Alltags und den Druck durch die Umwelt eine Breche geschlagen werden. Freude am Wagnis und kritisches Denken zeichnen sich ab. Ein Trupp lebt nur eigenständig, wenn er mit Verantwortlichkeiten umgehen kann und diese auch nutzt.

Das Motto der Pfadfinderstufe ist:
wag es, das Leben zu lieben
wag es, ein handelnder Mensch zu werden
wag es, dich den Fragen nach dem Sinn des Lebens zu stellen
wag es, wahrhaft zu sein. Steh zu deinem Wort
wag es, deine Augen auf zu machen
wag es, deinen eigenen Lebensstil zu finden
wag es, dich in ein Verhältnis zu Schöpfung zu bringen

Jugendliche können ab dem 17. Lebensjahr Mitglieder der Roverrunde werden. In dieser Runde gibt es keinen Leiter in diesem Sinne mehr. Die Jugendlichen sollen lernen sich selbst zu verwirklichen und eigene Entscheidungen zu fällen. Sie haben lediglich einen Ansprechpartner, an den sie sich mit allen Problemen wenden können. Im Laufe der Roverstufe lernen Jungerwachsene Möglichkeiten und Grenzen der Beteiligungsrechte in Schule, Betrieb und Politik zu verwirklichen und einzuhalten. In der Roverrunde können Jugendliche abschalten und über ihre Probleme und Sichtweisen diskutieren. Dabei werden verschiedene Ansichten und Meinungen deutlich, mit denen es umzugehen gilt. Nach einiger Zeit in der Roverstufe legen die Mitglieder das Versprechen ab. Dabei geht es um die Entscheidung, eine bestimmte Zeit an der Roverstufe teilzunehmen und ihre Zugehörigkeit zu verstärken. Das Versprechen sollte jedoch nur abgelegt werden, wenn man sich mit den Entscheidungen und Verpflichtungen der Rover identifizieren kann. Dadurch entsteht einen neue Verantwortung für die Runde und die jeweiligen Mitglieder, aber auch ein Vertrauen auf verbindliche Solidarität.